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War Hitler links?

War Hitler ein »Linker«? Diese Behauptung begegnet einem heute immer wieder – vor allem in sozialen Medien und politischen Debatten. Doch hält sie einer historischen Überprüfung stand? Über die Weltanschauung der NSDAP und die Hintergründe einer manipulativen Behauptung, schreibt Matthäus Wehowksi.

Hitler steht vor dem Publikum und preist seine NSDAP: Während er vor Arbeitern (»Proleten«) spricht, sind auf einem Schild die Begriffe sozialistisch und Arbeiter hervorgehoben – vor dem Bürgertum (»zahlungsfähige Kreise«) dagegen national und deutsch: Die Karikatur »Das Firmenschild« des russisch-lettischen Illustrators Jacobus Belson (1870–1937) aus dem Jahr 1931 gehört zu den bekanntesten ihrer Zeit und ist heute in vielen Schulbüchern zu finden (siehe Abbildung unten). Es zeigt die Wandlungsfähigkeit der NSDAP, die mit ihrem Anspruch, eine »Massenpartei« zu sein, unterschiedliche Milieus und Zielgruppen ansprach. Insbesondere der Begriff »sozialistisch« führt heute zu (auch bewusst herbeigeführten) Irritationen über den Charakter von Hitlers Partei. Vor allem aus rechtsextremen oder libertären Kreisen kommt daher die Behauptung, Hitler sei »links« gewesen. Dabei werden die Kernelemente der Weltanschauung des Nationalsozialismus – »Blut und Boden« – bewusst ausgeklammert.

Die Ursprünge der späteren NSDAP liegen in den völkischen und antisemitischen Bewegungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die in verschiedenen Organisationen, Vereinen und Parteien im deutschsprachigen Raum verbreitet waren. Zu ihren Vordenkern gehörten etwa der englisch-deutsche Schriftsteller Houston Stewart Chamberlain (1855–1927) oder der rechtsextreme Publizist Dietrich Eckart (1868–1923), die beide zu Hitlers Ideengebern und später auch zu seinen persönlichen Freunden zählten. Unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg erlebte Hitler in Wien die politischen Kämpfe zwischen deutschnationalen Populisten wie etwa der Alldeutschen Vereinigung auf der einen und den Sozialdemokraten der SDAP auf der anderen Seite. Georg von Schönerer, der Führer der Alldeutschen, prägte Hitlers politische Entwicklung maßgeblich und wurde zu einem seiner Vorbilder. Schönerer und der christsoziale Wiener Bürgermeister Karl Lueger (1844–1910) setzten in ihrer populistischen Politik auf die Ängste vor Zuwanderern aus den nichtdeutschen Teilen der Habsburgermonarchie, vor allem vor tschechischsprachigen Einwanderern aus Böhmen und aschkenasischen Juden aus Galizien (heute Ostpolen und Westukraine). Schönerer und Lueger behaupteten, dass durch die starke Zuwanderung der deutsche Charakter Wiens und auch der soziale Friede gefährdet sei. Obwohl Hitler in seiner Wiener Zeit politisch noch orientierungslos war, prägte ihn dieser politische Diskurs, der zusätzlich von radikalem Antisemitismus und dem Hass auf die Sozialdemokratie bestimmt war. In »Mein Kampf« schildert Hitler – rückblickend – seine Sicht auf die Wiener Sozialdemokraten und Sozialisten, die er als »eine unter der Larve der sozialen Tugend und Nächstenliebe wandelnde Pesthure« bezeichnet, von der sich die Menschheit »schleunigst befreien« müsse 1 Mein Kampf, Bd. 1, S. 38 . Das multikulturelle und (ab 1919 politisch von der Sozialdemokratie dominierte) »Rote Wien« wurde zu seinem Hassobjekt.

Nach dem Ersten Weltkrieg, den Hitler in der deutschen Armee als Meldegänger an der Front erlebte, kam er in München zunächst mit der »Deutsche Arbeiterpartei« (DAP) in Kontakt, die ab Februar 1920 ihren späteren Namen NSDAP erhielt. Die Stimmung unmittelbar nach Kriegsende war revolutionär – überall bildeten sich Arbeiter- und Soldatenräte. Diese sind keineswegs mit den in Russland entstandenen »Sowjets« gleichzusetzen, sondern bildeten sich aus verschiedenen politischen Strömungen. Einig waren sich diese Institutionen lediglich darin, dass das alte monarchische System durch etwas Neues ersetzt werden sollte. Zusätzlich entstanden bewaffnete Verbände ehemaliger Frontsoldaten – denen häufig auch junge Männer angehörten, die den Einsatz an der Front nicht mehr miterlebten (so etwa der spätere SS-Chef Heinrich Himmler). In dieser Zeit des Umbruchs beanspruchten verschiedene Gruppen die Begriffe Revolution und Sozialismus. Diese Begriffe stammten keineswegs alle aus der Tradition der – damals noch überwiegend vom Marxismus geprägten – Sozialdemokratie. In der frühen NSDAP traten neben Hitler Redner wie der Wirtschaftstheoretiker Gottfried Feder auf, der gegen den (»jüdischen«) Kapitalismus hetzte und ein grundlegend neues Wirtschafts- und Währungssystem forderte. Der bekannteste Vertreter des »linken« Flügels der NSDAP war jedoch Gregor Strasser, der gegen die kapitalistische Wirtschaftsordnung und die damit verbundene parlamentarische Demokratie polemisierte. Er forderte Enteignungen und Verstaatlichungen, allerdings hauptsächlich der »jüdischen Hochfinanz«. Eine egalitäre Gesellschaftsordnung strebten diese »Linken« nicht an – denn auch Strasser und seinen Gefolgsleuten galten die »Reinheit« von Volk und Rasse als oberste Maxime. Dies bedeutete also ein Gesellschaftsmodell mit einer strengen Hierarchie, in der die Abstammung die Position jedes Einzelnen determinierte.

Das Firmenschild Vor den Proleten: »National Sozialistische Deutsche Arbeiter-Partei« / »National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei«.

Als Hitler versuchte, sich nach Vorbild Mussolinis 1923 an die Macht zu putschen, scheiterte er kläglich. Die NSDAP blieb eine marginale Splitterpartei. Hitler erkannte nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, dass er mit einem Bündnis antirepublikanischer Kräfte in den Institutionen mehr erreichen konnte als mit dem revolutionären Straßenkampf. Auf der »Bamberger Führertagung« der NSDAP am 14. Februar 1926 setzte Hitler seinen persönlichen Führungsanspruch gegenüber allen potentiellen Konkurrenten durch. Damit entmachtete er auch Strassers »linken Flügel«. 1928 begann die Zusammenarbeit Hitlers mit dem deutschnationalen Medienzaren Alfred Hugenberg. Dieser verachtete die parlamentarische Republik und betrachtete die Sozialdemokratie und den Marxismus als existenzielle Bedrohung für Deutschland. Hugenberg wollte Hitlers Bewegung nutzen, um die »kleinen Leute« (Handwerker, Arbeiter, Arbeitslose), denen die konservative DNVP zu elitär war, von den linken Parteien abzuwerben. Dazu musste er Hitler zunächst aus der politischen »Schmuddelecke« holen, in die dessen radikale und gewalttätige Rhetorik die NSDAP in den Augen der konservativen Eliten gerückt hatte.

Zu einem Katalysator politischer Radikalisierung in der deutschen Gesellschaft wurden die Folgen der Weltwirtschaftskrise von 1929. Die NSDAP stieg mit Unterstützung von Hugenbergs Medienimperium zu einer bedeutenden Kraft im stark zersplitterten Parlament auf. Während sie im Jahr 1928 lediglich 2,63 % erreichte, gewann sie bereits 18,33 % im Jahr 1930. Der Plan, die Massen von Arbeitern zu erreichen, gelang allerdings nur begrenzt. Den größten Rückhalt hatte die NSDAP bei den »kleinen« Selbständigen: Ladenbesitzern, Handwerkern, Kleinhändlern etc. Die NSDAP verschärfte ihre Rhetorik gegen die großen Handelsketten, Banken und Warenhäuser. Obwohl nur ein winziger Bruchteil davon tatsächlich jüdische Eigentümer hatte, behauptete die NSDAP, dass die Juden für die ökonomische Ungleichheit verantwortlich seien und aus dem Hintergrund die Großbanken, Medien und die demokratischen Parteien steuern würden. Als Gegenbild zur verhassten Weimarer Demokratie propagierte Hitler die »arische Volksgemeinschaft«.

1930 setzte Reichskanzler von Hindenburg die parlamentarische Demokratie außer Kraft, indem er per Notverordnung Regierungen ohne Zustimmung des Reichstags ernannte. In der aufgeheizten politischen Lage kam es unterdessen zu Straßenschlachten – vor allem zwischen Hitlers Schlägertruppe SA und den Kommunisten. Für Hitlers Propagandachef Josef Goebbels, den Hitler 1926 zum »Gauleiter« für die Hauptstadt ernannte, war der Kampf gegen Sozialdemokraten und Kommunisten im »Roten Berlin« das wichtigste politische Ziel. Bei den Reichstagswahlen im Juli 1932 erreichte die NSDAP zwar ein Rekordergebnis von 37,3 Prozent, konnte aber noch immer nicht aus eigener Kraft die Macht übernehmen. Bei der Reichstagswahl im November, nur ein halbes Jahr später, verlor sie sogar um 4,2 Prozent. Was Hitler letztendlich zur Macht verhalf, war das Bündnis mit konservativen Gegnern der Republik, die weiter hofften, Hitler und seine NSDAP als Werkzeug gegen die verhassten Kommunisten und Sozialdemokraten nutzen zu können. Fundamental war dabei etwa das Treffen Görings mit den wichtigsten Industriellen Deutschlands am 20.02.1933.

Hitler wurde schließlich im Januar 1933 von Reichspräsident Hindenburg zum Kanzler ernannt. Knappe drei Monate später nutzte er den Brand des Berliner Reichstags (dessen Ursache bis heute umstritten ist) aus, um mithilfe von Notstandsgesetzen die Weimarer Demokratie endgültig zu beenden. Die ersten Opfer der nationalsozialistischen »Machtergreifung« waren die Kommunisten, deren Partei verboten wurde und deren Abgeordnete im Gefängnis und in den neu eingerichteten Konzentrationslagern landeten. Sozialdemokraten und liberale Parteien folgten kurz darauf, während konservative Parteien wie das katholische Zentrum zur Selbstauflösung gezwungen wurden.

Die symbolische Einheit der Nationalsozialisten mit den »etablierten« deutschnationalen und konservativen Kräften wurde am 21. März 1933 in Potsdam öffentlich präsentiert. Statt in seiner üblichen braunen Uniform trat Hitler ganz »bürgerlich« in Anzug und Zylinder auf. Als Zeichen der Versöhnung des alten Konservatismus mit dem neuen Nationalsozialismus reichte er dem greisen Reichspräsidenten Hindenburg die Hand. Im Hintergrund wehten währenddessen die schwarz-rot-weißen Flaggen des Kaiserreichs und das Hakenkreuz der NSDAP. Etwas mehr als ein Jahr später entledigte sich Hitler seiner früheren Unterstützer und (zeitweisen) Konkurrenten aus seiner eigenen Partei. Da er sich die Unterstützung der konservativen Generäle der Reichswehr sichern wollte, ließ er die Führung der SA verhaften und ihren Anführer Ernst Röhm ermorden. Der »Nacht der langen Messer« im Sommer 1934 fiel aber auch der einstige Anführer des »linken Flügels« der NSDAP, Gregor Strasser, zum Opfer. Hitlers Machtanspruch als »Führer« war fortan im gesamten »Dritten Reich« unangefochten.

Die Wirtschaftspolitik der Nationalsozialisten war von Anfang an auf die künftige Eroberung von »Lebensraum« ausgerichtet, dabei aber von zahlreichen Widersprüchen geprägt. Einerseits setzte Hitler auf Autarkie und wollte die Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffen aus dem Ausland so gering wie möglich halten, andererseits benötigte er Stahlprodukte und Treibstoff für den Aufbau seiner Armee. Die zentrale Figur in Hitlers Wirtschaftspolitik war Hjalmar Schacht, der von 1933 bis 1939 Reichsbankpräsident und von 1934 bis 1937 auch Wirtschaftsminister war. Das Besondere an der Ernennung Schachts war, dass er bereits in Zeiten der Weimarer Republik (von 1923 bis 1930) den Posten des Reichsbankpräsidenten innehatte. Hitler wollte gegenüber den Wirtschafts- und Finanzeliten in Deutschland – aber auch Investoren aus dem Ausland – den Schein von Kontinuität und Normalität in der Wirtschaftspolitik wahren. Dennoch kam es bereits ab 1933 zu einer schrittweisen Ausgrenzung und Enteignung jüdischer Unternehmen und Privatpersonen. Jüdische Unternehmer wurden gezwungen, ihre Firmen weit unter Wert zu verkaufen, wobei zunächst noch der Schein der Legalität gewahrt werden sollte. Unternehmer, die weder politisch noch rassisch verfolgt wurden, hatten dagegen nichts zu befürchten, im Gegenteil: Die massive Aufrüstungspolitik Hitlers bescherte vielen Firmen Rekordgewinne. Zudem profitierten Unternehmer, darunter die bekanntesten Namen Deutschlands (Krupp, Siemens, Neckermann, Flick u. a.), von ihrer Nähe zur NSDAP. Sie kauften jüdische Unternehmen zu Spottpreisen auf oder setzten (nach Kriegsbeginn) Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge ein.

Das »Dritte Reich« investierte gigantische Summen in den Bau von Fabriken, um die Aufrüstung voranzutreiben. Hitler verkündete 1936 den »Vierjahresplan« zur Steigerung der deutschen Rüstungsproduktion. Diese »Planwirtschaft« bedeutete aber keineswegs, dass private Unternehmen an Bedeutung oder Einfluss verloren. Vor allem die großen Stahlkonzerne (Krupp, Flick), Chemieunternehmen (I.G. Farben) und Elektronikfirmen (AEG) profitierten von Hitlers Kriegswirtschaft. Diese hatte jedoch ihren Preis: Zwar gelang es Schacht zunächst, die Staatsverschuldung zu kaschieren, doch schon nach knapp fünf Jahren NS-Herrschaft stand Deutschland vor dem Staatsbankrott. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Überfall auf Polen ging Hitler schließlich zur Raubwirtschaft über, die auf die Ausplünderung von Rohstoffen, den Abbau von Industrieanlagen und Zwangsarbeit setzte.

Das vorübergehende Bündnis, das Hitler im September 1939 ausgerechnet mit seinem ideologischen Erzfeind Stalin schloss, gehört sicherlich zu den denkwürdigsten Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Bis dahin hatten sich die beiden totalitären Diktaturen propagandistisch bis aufs Blut bekämpft, doch ab Mai 1939 begann sich das Blatt zu wenden. Berlin und Moskau erkannten ihr gemeinsames strategisches Ziel: die Auflösung des polnischen Staates und die Zerschlagung des auf der Pariser Friedenskonferenz 1919 errichteten Staatensystems in Europa. Beide Diktaturen richteten ihre Propaganda nun gegen England und Frankreich, die Polen Sicherheitsgarantien für den Fall eines deutschen Angriffs zugesagt hatten. Als Paris und London nach dem deutschen Überfall auf Polen dem »Dritten Reich« den Krieg erklärten, beschimpfte auch die sowjetische Presse die liberalen Demokratien als »Kriegstreiber«. Hitler nutzte das Bündnis mit Stalin, um seine Kriegsmaschinerie mit Rohstoffen zu versorgen, von denen er durch die westlichen Sanktionen abgeschnitten war.

Die Erfolge von Hitlers »Blitzkrieg« gegen den Westen kamen auch für den Kreml überraschend. Dennoch glaubte Stalin bis zuletzt, Hitler werde sich an seine Zusagen halten und einen Zweifrontenkrieg vermeiden. Doch Hitlers Phantasma, in Osteuropa »Lebensraum« für die »deutsche Herrenrasse« zu schaffen, setzte sich schließlich durch. Dabei spielten auch seine Pläne zur Vernichtung des Kommunismus eine Rolle. So begann Hitler im Juli 1941 den Überfall auf die Sowjetunion, der zum blutigsten Vernichtungskrieg der europäischen Geschichte werden sollte. Im »Kommissarbefehl« erhielt die Wehrmacht auch den Auftrag, gezielt kommunistische Funktionäre und Juden zu ermorden. Dahinter stand die Vorstellung der deutschen Propaganda, hinter der kommunistischen Bewegung stehe eine »jüdisch-bolschewistische« Verschwörung. Die Paradoxie, dass die Juden damit sowohl für den westlichen Liberalismus/Kapitalismus als auch für den Kommunismus verantwortlich waren, störte die NS-Propaganda nicht. Die NSDAP begründete ihre Vernichtungspolitik mit der angeblichen »Überlegenheit« der »deutschen Rasse«. Als ab 1944 die Rote Armee nach Westen vorrückte, versuchte sich Deutschland als letztes Bollwerk gegen die »jüdisch-plutokratisch-bolschewistische« Allianz zu inszenieren, wie es in einer der letzten Ausgaben des »Völkischen Beobachters« vom 31. März 1945 hieß.

Nach Kriegsende dauerte es Jahrzehnte, bis die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Ideologie des Nationalsozialismus die Öffentlichkeit erreichte. Noch in den 1950er Jahren waren, Umfragen zufolge, bis zu 40 Prozent der westdeutschen Bevölkerung davon überzeugt, das »Dritte Reich« habe mehr Gutes als Schlechtes gehabt. In den Entnazifizierungsverfahren gaben viele ehemalige Parteimitglieder und Funktionäre der NSDAP an, von den sozialen Ideen der »Volksgemeinschaft« verblendet gewesen zu sein. Dass die Ideologie der Partei auf völkischem Rassismus und Antisemitismus beruhte, wurde von Politik und Öffentlichkeit weitgehend verschwiegen. Erst in den späten 1980er und 1990er Jahren erreichte die deutsche »Erinnerungskultur« in ihrer heutigen Form die breite Öffentlichkeit. Die Auseinandersetzung mit dem vollen Ausmaß des deutschen Vernichtungskrieges und des Holocaust ist also noch vergleichsweise jung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Behauptung, Hitler sei ein »Linker« gewesen, eine Verdrehung der historischen Tatsachen darstellt und dabei, bewusst oder unbewusst, die Propaganda des »Dritten Reichs« aufgreift: Die auf Abstammung und Rasse fixierte Politik des Nationalsozialismus duldete keine gesellschaftliche Emanzipation, die – unabhängig von verschiedenen Definitionen – als die Grundlage von »links« verstandener Politik gilt.