Ideen- und Wirtschaftsgeschichte

In dieser Rubrik sammeln wir Beiträge zur politischen Ideen- und Wirtschaftsgeschichte.

Kritik und Krise – Reinhart Koselleck liest Karl Marx

Marx war mehr als ein Geschichtsphilosoph. In seinem Beitrag führt Gennaro Imbriano aus, wie der Kritiker aller Geschichtsphilosophie, Reinhart Koselleck, die marxschen Analysen zu schätzen lernte. Insbesondere weil Geschichte als komplexe Verbindung objektiver und subjektiver Faktoren in ihnen gedacht wird. Diese beiden Pole wurden im üblichen Sprachgebrauch immer wieder ideologisch vereinseitigt.

Kritik und Krise – Reinhart Koselleck liest Karl Marx

Marx war mehr als ein Geschichtsphilosoph. In seinem Beitrag führt Gennaro Imbriano aus, wie der Kritiker aller Geschichtsphilosophie, Reinhart Koselleck, die marxschen Analysen zu schätzen lernte. Insbesondere weil Geschichte als komplexe Verbindung objektiver und subjektiver Faktoren in ihnen gedacht wird. Diese beiden Pole wurden im üblichen Sprachgebrauch immer wieder ideologisch vereinseitigt.

Kapitalismus und Demokratie: Von der Unvereinbarkeit zur Partnerschaft und zurück?

Zu den bedeutendsten Fragen unserer Zeit gehört die Frage nach dem Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus. In diesem Beitrag kontextualisiert Max Krahé zeitgenössische Debatten, welche die Vereinbarkeit von Demokratie und Kapitalismus erörtern oder in Frage stellen, indem er vergangene Debatten und Darstellungen nachzeichnet.

Kapitalismus und Demokratie: Von der Unvereinbarkeit zur Partnerschaft und zurück?

Zu den bedeutendsten Fragen unserer Zeit gehört die Frage nach dem Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus. In diesem Beitrag kontextualisiert Max Krahé zeitgenössische Debatten, welche die Vereinbarkeit von Demokratie und Kapitalismus erörtern oder in Frage stellen, indem er vergangene Debatten und Darstellungen nachzeichnet.

Wie China der Schocktherapie entkam

China gehört heute zu den stärksten Wirtschaftsnationen der Welt, doch hat die Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft nicht zu einer Assimilation an den globalen Neoliberalismus geführt. Stattdessen hat das Land von einer graduellen Öffnung profitiert, wohingegen Russland unter einer neoliberalen Schocktherapie zusammenbrach. In ihrem Buch »How China Escaped Shock Therapy« zeichnet Isabella Weber nach, wie es China gelang, das Land schrittweise zu reindustrialisieren und einer Schocktherapie zu entkommen.

Wie China der Schocktherapie entkam

China gehört heute zu den stärksten Wirtschaftsnationen der Welt, doch hat die Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft nicht zu einer Assimilation an den globalen Neoliberalismus geführt. Stattdessen hat das Land von einer graduellen Öffnung profitiert, wohingegen Russland unter einer neoliberalen Schocktherapie zusammenbrach. In ihrem Buch »How China Escaped Shock Therapy« zeichnet Isabella Weber nach, wie es China gelang, das Land schrittweise zu reindustrialisieren und einer Schocktherapie zu entkommen.

Quo vadis, Moderne?

Dasjenige Ereignis, das wie kein zweites die Krise des Absoluten markiert, ist die Französische Revolution – und mit ihr das Heraufkommen der modernen Ökonomie, schreibt Daniel-Pascal Zorn in seinem neuen Buch. Kann der Mensch noch der absoluten Vergesellschaftung entgehen?

Quo vadis, Moderne?

Dasjenige Ereignis, das wie kein zweites die Krise des Absoluten markiert, ist die Französische Revolution – und mit ihr das Heraufkommen der modernen Ökonomie, schreibt Daniel-Pascal Zorn in seinem neuen Buch. Kann der Mensch noch der absoluten Vergesellschaftung entgehen?

Das westdeutsche und chinesische Wirtschaftswunder: Der Wettstreit um die Interpretation von Ludwig Erhards Wirtschaftspolitik in Chinas Preisreformdebatte der 1980er Jahre

Isabella Weber zeigt, wie ordo- und neoliberale Ökonomen die westdeutschen Wirtschaftsreformen nach dem Zweiten Weltkrieg als „Erhard-Wunder“ mystifiziert und in den 1980er Jahren in China als Beweis für den Erfolg der Schocktherapie mobilisiert haben. Die idealisierte Lesart von Erhards Reform als umfassende Preisliberalisierung, die sofortigen Erfolg brachte, steht jedoch im Widerspruch zu den wirtschaftshistorischen Fakten. China entging der Schocktherapie und schaffte deswegen sein eigenes „Wirtschaftswunder“.

Das westdeutsche und chinesische Wirtschaftswunder: Der Wettstreit um die Interpretation von Ludwig Erhards Wirtschaftspolitik in Chinas Preisreformdebatte der 1980er Jahre

Isabella Weber zeigt, wie ordo- und neoliberale Ökonomen die westdeutschen Wirtschaftsreformen nach dem Zweiten Weltkrieg als „Erhard-Wunder“ mystifiziert und in den 1980er Jahren in China als Beweis für den Erfolg der Schocktherapie mobilisiert haben. Die idealisierte Lesart von Erhards Reform als umfassende Preisliberalisierung, die sofortigen Erfolg brachte, steht jedoch im Widerspruch zu den wirtschaftshistorischen Fakten. China entging der Schocktherapie und schaffte deswegen sein eigenes „Wirtschaftswunder“.

Wirtschaft als Ethik. Adam Smith und der Konfuzianismus

Für Adam Smith war das, was später Kapitalismus heißen sollte, einmal ein humanistisches Programm: Nicht Wirtschaftsethik, sondern Wirtschaft als Ethik – mit einigen Analogien zum Konfuzianismus, schreibt Daniel-Pascal Zorn in seinem Beitrag.

Wirtschaft als Ethik. Adam Smith und der Konfuzianismus

Für Adam Smith war das, was später Kapitalismus heißen sollte, einmal ein humanistisches Programm: Nicht Wirtschaftsethik, sondern Wirtschaft als Ethik – mit einigen Analogien zum Konfuzianismus, schreibt Daniel-Pascal Zorn in seinem Beitrag.

Strategischer Konservativismus? – Hypothesen zur Dynamik pluraler repräsentativer Demokratien

Man darf sich nicht darüber täuschen, dass sich im Kern sämtlicher Krisen der letzten Zeit – Finanzkrise, Eurokrise, Flüchtlingskrise, Repräsentationskrise – strategische Fehlentscheidungen finden lassen. Solche Fehlentscheidungen sind durch eine reduktionistische, einseitige und operational ignorante Auslegung der komplexen Situation gekennzeichnet, in denen sie getroffen wurden.

Strategischer Konservativismus? – Hypothesen zur Dynamik pluraler repräsentativer Demokratien

Man darf sich nicht darüber täuschen, dass sich im Kern sämtlicher Krisen der letzten Zeit – Finanzkrise, Eurokrise, Flüchtlingskrise, Repräsentationskrise – strategische Fehlentscheidungen finden lassen. Solche Fehlentscheidungen sind durch eine reduktionistische, einseitige und operational ignorante Auslegung der komplexen Situation gekennzeichnet, in denen sie getroffen wurden.

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