Adrian Vermeules »Common Good Constitutionalism« treibt den US-Konservatismus zu einer naturrechtlichen Wende. In der Nachkriegs-BRD kritisierte Joachim Ritter eine ähnliche Naturrechtsrenaissance: Sie verkenne die Entzweiung von Recht und Tradition als Verfall statt als Bedingung moderner Freiheit. Hinter diese Erkenntnis kann Vermeule nicht schadlos zurückfallen, erklärt Jannik Oestmann.
Adrian Vermeules »Common Good Constitutionalism« treibt den US-Konservatismus zu einer naturrechtlichen Wende. In der Nachkriegs-BRD kritisierte Joachim Ritter eine ähnliche Naturrechtsrenaissance: Sie verkenne die Entzweiung von Recht und Tradition als Verfall statt als Bedingung moderner Freiheit. Hinter diese Erkenntnis kann Vermeule nicht schadlos zurückfallen, erklärt Jannik Oestmann.
So fragwürdig die amerikanische Zollpolitik auch erscheinen mag, die Vorwürfe der Trump-Regierung gegenüber der Bundesrepublik haben einen wahren Kern: Jahrzehntelang basierte das deutsche Wachstumsmodell darauf, die Binnennachfrage zu bremsen und der Exportindustrie Handelsvorteile zu verschaffen. Damit könnte nun Schluss sein.
So fragwürdig die amerikanische Zollpolitik auch erscheinen mag, die Vorwürfe der Trump-Regierung gegenüber der Bundesrepublik haben einen wahren Kern: Jahrzehntelang basierte das deutsche Wachstumsmodell darauf, die Binnennachfrage zu bremsen und der Exportindustrie Handelsvorteile zu verschaffen. Damit könnte nun Schluss sein.
Was ist eigentlich das Problem mit der Ungleichheit? Oliver Weber greift in seinem Rezensionsessay zwei Neuerscheinungen auf, die sich mit dieser Frage befassen, und konfrontiert die Überlegungen von Thomas Piketty und Michael Sandel mit dem argumentativen Reichtum der klassischen Politischen Philosophie.
Was ist eigentlich das Problem mit der Ungleichheit? Oliver Weber greift in seinem Rezensionsessay zwei Neuerscheinungen auf, die sich mit dieser Frage befassen, und konfrontiert die Überlegungen von Thomas Piketty und Michael Sandel mit dem argumentativen Reichtum der klassischen Politischen Philosophie.
Jahrhundertealten Demokratien droht eine Dauerkrise, gerade weil alle Gruppen den Staat attackieren, ohne sich ernsthaft für eine Alternative einzusetzen – diesen paradoxen Zustand beschreibt Benjamin Studebaker in seinem neuen Buch. Doch zeigt sich nicht langsam, wie ein Weg aus der Misere aussehen könnte?
Jahrhundertealten Demokratien droht eine Dauerkrise, gerade weil alle Gruppen den Staat attackieren, ohne sich ernsthaft für eine Alternative einzusetzen – diesen paradoxen Zustand beschreibt Benjamin Studebaker in seinem neuen Buch. Doch zeigt sich nicht langsam, wie ein Weg aus der Misere aussehen könnte?
In ihrer Replik auf Mark Schieritz erinnert Carlotta Voß mit Leo Strauss daran, dass eine liberale Demokratie mehr braucht als Selbstzufriedenheit: nämlich das Bemühen, ihre Kritiker zu verstehen, statt sie bloß zu belehren. Ein Plädoyer für intellektuelle Redlichkeit – und für politisches Denken, das den Namen verdient.
In ihrer Replik auf Mark Schieritz erinnert Carlotta Voß mit Leo Strauss daran, dass eine liberale Demokratie mehr braucht als Selbstzufriedenheit: nämlich das Bemühen, ihre Kritiker zu verstehen, statt sie bloß zu belehren. Ein Plädoyer für intellektuelle Redlichkeit – und für politisches Denken, das den Namen verdient.
Der Neoliberalismus wankt, die geopolitische Lage eskaliert – doch kehren wir wirklich zum Nationalstaat zurück? In seinem neuen Buch analysiert der Politökonom Milan Babić die tektonischen Verschiebungen der Gegenwart und entwirft ein neues Deutungsmodell: die Geoökonomie. Was steckt hinter dieser neuen Ordnung – und was bedeutet sie für progressive Politik, fragt Julia Werthmann in ihrer Rezension.
Der Neoliberalismus wankt, die geopolitische Lage eskaliert – doch kehren wir wirklich zum Nationalstaat zurück? In seinem neuen Buch analysiert der Politökonom Milan Babić die tektonischen Verschiebungen der Gegenwart und entwirft ein neues Deutungsmodell: die Geoökonomie. Was steckt hinter dieser neuen Ordnung – und was bedeutet sie für progressive Politik, fragt Julia Werthmann in ihrer Rezension.